
Drachenherz
Prinzessinnen gegen Helden und Trolle, Schätze und versteinerte Drachen, Feuerdrachen und Drachenjägerinnen – vor diesem märchenhaften Hintergrund legen die Spieler Karten auf die Spielplanfelder. Damit können sie andere Karten auf benachbarten Feldern aufnehmen und damit Ruhmespunkte verdienen. Wer dran ist spielt mehrere Karten desselben Motivs aus und zieht auf 5 Karten nach. Die Karten werden auf das Motiv gelegt, das dem der Karten entspricht, manchmal als geschlossener Stapel, manchmal gestaffelt, damit die Menge zu sehen ist. Legt man eine Karte auf einen Stapel findet die Aktion sofort statt, versetzt gelegte Karten lösen die Aktion erst aus, wenn die Anzahl abgebildeter Karten ausliegt. Aktionen bedeutet immer, man nimmt mit einer Kartenart eine oder mehrere andere Kartenarten zu sich. Ist das Schiff zum dritten Mal abgefahren, endet das Spiel und es gewinnt der Spieler mit den meisten Ruhmespunkten.
Dieses Spiel ist in folgenden Sprachen veröffentlicht:
DeutschLudografische Angaben
Verlage:
Redaktion:
Autoren:
Illustratoren:
Inventarnummer:
21770
Tags:
nbg10
Kategorien:
Karten, Legen, Setz-/Position
Rezension
Drachenherz
Für Familien
Drache schnappt
sich Schatz
Drachenherz
Jägerin schießt Drachen ab.
Mit Drachenherz liefert Kosmos Nachschub für zwei
Spieler, obwohl davon
- wie auch schon bei Duell der Baumeister - auf der
Schachteloberseite nichts zu sehen ist. Kein Zweispieler-Logo. Keine
Zweispieler-Serie mehr.
Warum Kosmos den Zusatz aufgegeben hat, ist vermutlich
damit zu erklären, dass die Intervalle zwischen den einzelnen Titeln in den
letzten Jahren ziemlich groß geworden sind. Hier eine Marke zu positionieren oder
auch nur zu erhalten ist schwierig. Wobei das den im Doppelpack auftretenden
Anhängern der kleinen Schachteln (meist auch Pärchen im zivilen Leben)
natürlich egal ist. Bezeichnender Weise haben viele vor lauter Freude über den
Nachschub gar nicht gemerkt, dass das Logo in den Ruhestand geschickt wurde.
Für das Spiel also wirklich, ganz und vollkommen egal.
Drachenherz von Rüdiger Dorn folgt einer unglaublich
einfachen Struktur:
Eine oder mehrere gleiche Handkarten auf einen fixen
Platz am gemeinsamen Ablageplan legen und damit verbundene, bereits liegende
Karten nehmen - dadurch Punkte kassieren. Karten vom eigenen Stapel nachziehen.
Bis alle Karten gespielt oder dreimal in See gestochen wurde. Punkte zählen,
Revanche fordern. Besprechung beendet.
Das wäre jetzt etwas ungerecht, weil es dem Spiel nicht
gerecht werden würde hier abzubrechen, denn die Einfachheit und Klarheit der
Spielregeln darf nicht mit Banalität verwechselt werden. Drehen wir Drachenherz
also daraus einmal keinen Strick. Einfachheit tut in Zeiten überkomplexer
Worker-Placement Spiele an allen Ecken und Enden gut, weil endlich wieder Zeit
bleibt, neben dem Spiel zu tratschen, ohne gleich unaufholbar ins Hintertreffen
zu geraten. Mit dem Faktor Glück sieht es da nicht viel anders aus. Bei einem
gemischten Stapel rümpft der anspruchsvolle Spieler zwar die Nase, aber damit
kann Drachenherz gut leben. Fortuna spielt eine nicht unbeträchtliche, ach was
sogar spielentscheidende Rolle, aber eben nur in dem Maße, dass man hoffen
kann, sie in den Griff zu bekommen. Was natürlich immer dann nicht
funktioniert, wenn man gerade verliert.
Dass Drachenherz in einer Fantasy Welt angesiedelt ist
(trotz bekanntem Plastikdrachen nicht in Blue Moon) und von Michael Menzel sehr
stimming und farblich geradezu romantisch illustriert wurde, tut im Grunde
nichts zur Sache. Es hätte jedes beliebige Thema sein können. Weltraum zum
Beispiel (wer ballert wen ab) oder Western (wer ballert wen ab) oder auch Mafia
(wer ballert wen ab). Es ist aber schön zu sehen, wie das eine oder andere
Augenzwinkern eingebaut wurde. Kleine feine Seitenhiebe auf den Fantasy Alltag.
Der Held - ganz klar - erschlägt den Troll oder schnappt sich die Prinzessin,
die sich sonst der Troll - wenn er nicht schon erschlagen worden wäre - geschnappt
hätte. Die Prinzessin wiederum ist beritten, ausgesprochen gierig und schnappt
sich, was sie bekommt, so ihr das nicht die Drachen vorher wegschnappen. Die
Helden (und auch die Drachenjägerinnen) machen es sich übrigens nach getaner
Arbeit am Hafen (in einer muffigen Spelunke womöglich) gemütlich und warten auf
das Auslaufen des nächsten Schiffs. Warum? Vielleicht stehen die getöteten
Trolle (oder Drachen) unter Artenschutz? Vielleicht wollen sie aber auch mit
den Prinzessinnen, die ja nicht aussehen, als ob sie gerettet werden müssten
(und auch wollten), abhauen, weil sie die ja „gerettet“ haben. Durchaus
doppeldeutig, was da am Spielplan alles passiert. Nur die Zwerge, die wissen
was sie wollen: Trinken. Sobald sich genug von ihnen am Höhleneingang versammelt
haben, ziehen sie aus um einen zu heben. Vermutlich mit den Helden in der
Spelunke am Hafen.
Mit Drachenherz hat Kosmos ein sympathisches und
einfaches Zweierspiel produziert. Einfacher, als es vom Autor ursprünglich
geplant war. Der hatte viele Ideen, die das Spiel vielleicht sogar
vielschichtiger gemacht hätten. Etwas für Öfterspieler sozusagen. Redaktionell
war die Entscheidung zur Reduktion aber richtig, denn so bleibt Drachenherz
auch in der muffigen Spelunke bei schlechtem Licht und etwas Met spielbar.
Kid
Family ein
Friends
Expert
Alter 8
Spezial 2
Spieler : 2
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : ca. 20 min
Autor : Rüdiger Dorn
Grafik : Michael Menzel
Vertrieb A. : Kauffert
Preis : ca. 17,00 Euro
Verlag : Kosmos 2010
www.kosmos.de
Genre : Einfaches Kartenablegespiel
Zielgruppe : Für Familien
Mechanismen: Karten ablegen, Karten aufnehmen
Zufall : 6
Wissen/Gedächtnis : 2
Planung : 2
Kreativität :
Kommunikation :
Geschicklichkeit :
Action :
Kommentar:
Einfache Regeln
Schöne Gestaltung
Gut für Zwischendurch
Vergleichbar mit_
Lost Cities, Pyramide des Jaguar
Klemens Franz:
Einfaches Kartenablegespiel für Zwischendurch und
Nebenher – so die Kurzfassung zu Drachenherz, trotzdem mehr als empfehlenswert
Für Familien
Drache schnappt
sich Schatz
Drachenherz
Jägerin schießt Drachen ab.
Mit Drachenherz liefert Kosmos Nachschub für zwei
Spieler, obwohl davon
- wie auch schon bei Duell der Baumeister - auf der
Schachteloberseite nichts zu sehen ist. Kein Zweispieler-Logo. Keine
Zweispieler-Serie mehr.
Warum Kosmos den Zusatz aufgegeben hat, ist vermutlich
damit zu erklären, dass die Intervalle zwischen den einzelnen Titeln in den
letzten Jahren ziemlich groß geworden sind. Hier eine Marke zu positionieren oder
auch nur zu erhalten ist schwierig. Wobei das den im Doppelpack auftretenden
Anhängern der kleinen Schachteln (meist auch Pärchen im zivilen Leben)
natürlich egal ist. Bezeichnender Weise haben viele vor lauter Freude über den
Nachschub gar nicht gemerkt, dass das Logo in den Ruhestand geschickt wurde.
Für das Spiel also wirklich, ganz und vollkommen egal.
Drachenherz von Rüdiger Dorn folgt einer unglaublich
einfachen Struktur:
Eine oder mehrere gleiche Handkarten auf einen fixen
Platz am gemeinsamen Ablageplan legen und damit verbundene, bereits liegende
Karten nehmen - dadurch Punkte kassieren. Karten vom eigenen Stapel nachziehen.
Bis alle Karten gespielt oder dreimal in See gestochen wurde. Punkte zählen,
Revanche fordern. Besprechung beendet.
Das wäre jetzt etwas ungerecht, weil es dem Spiel nicht
gerecht werden würde hier abzubrechen, denn die Einfachheit und Klarheit der
Spielregeln darf nicht mit Banalität verwechselt werden. Drehen wir Drachenherz
also daraus einmal keinen Strick. Einfachheit tut in Zeiten überkomplexer
Worker-Placement Spiele an allen Ecken und Enden gut, weil endlich wieder Zeit
bleibt, neben dem Spiel zu tratschen, ohne gleich unaufholbar ins Hintertreffen
zu geraten. Mit dem Faktor Glück sieht es da nicht viel anders aus. Bei einem
gemischten Stapel rümpft der anspruchsvolle Spieler zwar die Nase, aber damit
kann Drachenherz gut leben. Fortuna spielt eine nicht unbeträchtliche, ach was
sogar spielentscheidende Rolle, aber eben nur in dem Maße, dass man hoffen
kann, sie in den Griff zu bekommen. Was natürlich immer dann nicht
funktioniert, wenn man gerade verliert.
Dass Drachenherz in einer Fantasy Welt angesiedelt ist
(trotz bekanntem Plastikdrachen nicht in Blue Moon) und von Michael Menzel sehr
stimming und farblich geradezu romantisch illustriert wurde, tut im Grunde
nichts zur Sache. Es hätte jedes beliebige Thema sein können. Weltraum zum
Beispiel (wer ballert wen ab) oder Western (wer ballert wen ab) oder auch Mafia
(wer ballert wen ab). Es ist aber schön zu sehen, wie das eine oder andere
Augenzwinkern eingebaut wurde. Kleine feine Seitenhiebe auf den Fantasy Alltag.
Der Held - ganz klar - erschlägt den Troll oder schnappt sich die Prinzessin,
die sich sonst der Troll - wenn er nicht schon erschlagen worden wäre - geschnappt
hätte. Die Prinzessin wiederum ist beritten, ausgesprochen gierig und schnappt
sich, was sie bekommt, so ihr das nicht die Drachen vorher wegschnappen. Die
Helden (und auch die Drachenjägerinnen) machen es sich übrigens nach getaner
Arbeit am Hafen (in einer muffigen Spelunke womöglich) gemütlich und warten auf
das Auslaufen des nächsten Schiffs. Warum? Vielleicht stehen die getöteten
Trolle (oder Drachen) unter Artenschutz? Vielleicht wollen sie aber auch mit
den Prinzessinnen, die ja nicht aussehen, als ob sie gerettet werden müssten
(und auch wollten), abhauen, weil sie die ja „gerettet“ haben. Durchaus
doppeldeutig, was da am Spielplan alles passiert. Nur die Zwerge, die wissen
was sie wollen: Trinken. Sobald sich genug von ihnen am Höhleneingang versammelt
haben, ziehen sie aus um einen zu heben. Vermutlich mit den Helden in der
Spelunke am Hafen.
Mit Drachenherz hat Kosmos ein sympathisches und
einfaches Zweierspiel produziert. Einfacher, als es vom Autor ursprünglich
geplant war. Der hatte viele Ideen, die das Spiel vielleicht sogar
vielschichtiger gemacht hätten. Etwas für Öfterspieler sozusagen. Redaktionell
war die Entscheidung zur Reduktion aber richtig, denn so bleibt Drachenherz
auch in der muffigen Spelunke bei schlechtem Licht und etwas Met spielbar.
Kid
Family ein
Friends
Expert
Alter 8
Spezial 2
Spieler : 2
Alter : ab 8 Jahren
Dauer : ca. 20 min
Autor : Rüdiger Dorn
Grafik : Michael Menzel
Vertrieb A. : Kauffert
Preis : ca. 17,00 Euro
Verlag : Kosmos 2010
www.kosmos.de
Genre : Einfaches Kartenablegespiel
Zielgruppe : Für Familien
Mechanismen: Karten ablegen, Karten aufnehmen
Zufall : 6
Wissen/Gedächtnis : 2
Planung : 2
Kreativität :
Kommunikation :
Geschicklichkeit :
Action :
Kommentar:
Einfache Regeln
Schöne Gestaltung
Gut für Zwischendurch
Vergleichbar mit_
Lost Cities, Pyramide des Jaguar
Klemens Franz:
Einfaches Kartenablegespiel für Zwischendurch und
Nebenher – so die Kurzfassung zu Drachenherz, trotzdem mehr als empfehlenswert